Informationen über Antalya

Die Geschichte von Antalya
Die Stadt Antalya, mit der Bedeutung ‘die Heimat von Attalos’, wurde von Attalos II. gegründet. Nach Untergang des Königsreichs von Pergamon (v.Chr. 133), blieb die Stadt bis zur Besatzung von Piraten unabhängig. Im Jahr 77 v. Chr. integrierte der römische Kommandant Servilius Isairicus Attalos die Stadt in das römischen Reich. Im Jahre 67 v. Chr. diente die Stadt als Stützpunkt für die Kriegsflotte von Pompeius. Der Besuch von Hadrianus im Jahre 130 n. Chr. beschleunigte die Entwicklung der Stadt. Die Stadt die unter byzantinischer Herrschaft ein Bischofssitz war, machte nach Eroberung der Türken große Fortschritte. Da die moderne Stadt auf der alten Siedlung errichtet wurde, sind nur sehr selten Überreste aus der Antike zu finden. Die ersten sichtbaren Überreste sind Teile des alten Hafens und der Stadtmauern. Das restaurierte Hadrianstor, das außerhalb der Hafenmauern liegt, ist eine der schönsten antiken Relikte der Stadt Antalya.
Während der Antike nannte man Antalya und ihre Umgebung ‘Pamphylien‘, welches „sehr fruchtbar“ bedeutet. Den westlichen Teil der Stadt nannte man ‘Lykien‘. Die ab dem VIII. Jahrhudert v. Chr. von der westlichen Ägäis hierher ausgewanderten Menschen, gründeten die Städte wie Aspendos und Side. König von Pergamon Attalos II., der Mitte des II. Jahrhunderts  herrschte, umringte die 75 km von Antalya entfernte Stadt Side doch schaffte es nicht diese zu erobern. So kam er zum heutigen Stadtzentrum von Antalya und gründete hier die Stadt, dem man seinen Namen ‘Atteleia‘ gab. Im Laufe der Zeit nannte man die Stadt Atalia oder auch Adalya.  Der Name Antalya stammt ursprünglich von seinem Namen ab. 
Bei den archäologischen Ausgrabungen wurde nachgewiesen, dass vor 40.000 Jahren in Antalya und ihrer Umgebung Menschen lebten. Seit dem Jahre 2000 v. Chr. wurde die Region der Reihe nach von Stadtstaaten wie die Hethiter, Pamphylien, Lykien, Kilikien und Herrschaften wie Persien, Alexander des Großen, Antigonos, Ptolemäers, Selevkos, Königsreich von Pergamon regiert. Danach beherrschte das römische Reich die Stadt. In der Antike hieß Antalya Pamphylien und Städte die hier gegründet wurden, erlebten vor allem im II. und III. Jahrhundert ihre goldene Zeit. Im V. Jahrhundert  verlor die Stadt seinen ehemaligen Ruhm. 
Als die Region unter Herrschaft der Ost Römer oder in der Türkei eher bekannt als Byzantiner war, wurde sie im Jahre 1207 von den Seldschuken erobert. Während der Ära des anatolischen Fürstentums, wurde die Region von den Hamitoğulları, ein Zweig des Teke Volksstammes, beherrscht. Im heutigen Turkmenistan, der ehemaligen Heimat der Türken, sind die Teke Turkmenen immer noch in Bezug auf die Bevölkerungszahlen eine der größten Volksstämme dort. Ein Teil des Volkes zog im XI. Jahrhundert hierher. Das Seen Gebiet, dass sich aus dem Norden Antalya’s und einem Teil von Isparta und Burdur zusammensetzt, wird auch als die Teke Region bezeichnet. Während der osmanischen Ära war das Zentrum des Teke Sandschaks, welches der anatolischen Provinz angehörte, das jetzige Zentrum der Stadt Antalya. Damals nannte man diese Region Teke Sandschak. Der heutige Name der Stadt Antalya ist eigentlich eine etwas veränderte Form aus der Antike und wurde in der republikanischen Zeit verliehen.
Der berühmte osmanische Wanderer Evliya Çelebi, der in der zweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts Antalya besucht, äußert, dass sich innerhalb der Festung vier Bezirke und drei tausend Häuser und außerhalb der Festung vierundzwanzig Viertel befinden. Der Markt der Stadt befand sich außerhalb der Festung. Nach Angaben von Evliya Çelebi, hatte der Hafen eine Kapazität für 200 Schiffe. Antalya, welches Zentrum eines Teke Sandschaks war und administrativ an Konya gebunden war, wurde in den letzten Jahren des osmanischen Reiches zu einem unabhängigen Sandschak.
Die Altstadt/Kaleiçi: Die Altstadt ist von innen und außen mit einer Hufeisenförmigen Mauer, von denen die meisten abgerissen und mit der Zeit zerstört worden sind, umgeben. Die alten Mauern sind das gemeinsame Denkmal der hellenistischen, römischen, byzantinischen, seldchukischen und osmanischen Zeit. Die Mauer verfügt über 80 Bastionen. Innerhalb der Mauern befinden sich circa 3.000 Häuser, dessen Dächer aus Ziegel sind. Die charakteristischen Strukturen der Häuser geben nicht nur Informationen über die Geschichte der Architektur in Antalya, sondern spiegeln auch bestens den Lebensstil und die Traditionen der Region wieder. Aufgrund seiner einzigartigen Textur wurde das Hafeninnere von Antalya und ihre Altstadt im Jahr 1972 vom ‘Ausschuss für Denkmalschutz und altertümliche Immobilien‘ zum Schutzgebiet erklärt. Aufgrund der Sanierungsarbeiten im Rahmen des "Antalya-Altstadt Komplex" wurde das Ministerium für Tourismus am 28. April 1984 mit dem Preis “Golden Apple Tourism Oscar” von FIJET (Association of International Tourism Journalists) ausgezeichnet. Heute ist die Altstadt Kaleiçi mit seinen Hotels, Pensionen, Restaurants und Bars ein Unterhaltungszentrum.
Die alten Antalya Häuser: Da in Antalya die Sommer sehr heiß und Winter sehr mild sind, wurde der Schutz vor der Sonne und die Kühlung für wichtiger gehalten. Schattige Innenhöfe unterstützten die Luftzirkulation. Die Häuser wurden auf drei Stockwerke gebaut, wobei das Erdgeschoss als Abstellraum und Flur diente.
Das Kannelierte (Yivli) Minarett: Dies ist das erste türkische Monument von Antalya. Es befindet sich im Stadtzentrum in der Nähe des Hafens. Nach Angaben auf der antiken Inschrift des Monuments, wurde es während der Herrschaft des anatolisch seldschukischen Sultan Alaeddin Keykubat (1219 -1236) errichtet. Der mit Ziegelsteinen gebaute Körper besteht aus 8 Halbzylindern. Falls es neben dem Minarett eine Mosche gab, wurde diese wahrscheinlich abgerissen, denn die Mosche neben dem Minarett wurde erst später, im Jahr 1372 gebaut. Die Mosche wurde von dem Architekten Tavaşi Balaban, zu Zeiten des türkischen Fürstentums Hamitoğulları erbaut.
Die Ulu Moschee: Sie ist auch als die abgerissene (Kesik) Minarett bekannt. Im V. Jahrhundert wurde sie ursprünglich als eine Basilika erbaut. Vom ursprünglichen Monument ist sehr wenig übrig geblieben. Zu Zeiten der Byzantiner wurden einige Änderungen durchgeführt. In der osmanischen Periode wurde das Monument saniert, ein Teil wurde als Mevlevihane (Dervischenhaus) benutzt und anschließend als Moschee eröffnet.
Die Karatay Schule: Die Schule war eins der bedeutendsten türkisch- islamischen Monumente und wurde in der Mitte des XIII. Jahrhunderts erbaut.
Der Evdir Han (Evdir Karawanserei): Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Transport mit Pferden und Kamelen vollzogen. Auch Waren wurden auf diese Weise transportiert. Die Karawanen übernachteten in „Han“ und Karawansereien, die sich auf diesen Straßen befanden. Der Evdir Han ist eine dieser Karawansereien. Es befindet sich auf der Strasse zum Norden von Antalya, 1 km östlich von der heutigen Antalya - Korkuteli Strasse, 18 km vom Stadtzentrum entfernt. Der interessanteste Teil am Monument ist das scharfgewölbte Portal. Es ist ein seldschukisches Monument, das Anfang des XIII. Jahrhunderts erbaut wurde.
Der Kırkgöz Han (Kırkgöz Karawanserei): Kırgöz Han ist die zweite Haltestelle auf der alten Antalya-Afyon Straße. Kırgöz Han befindet sich in Kırkgöz im Pınarbaşı Bezirk, das 30 km von Antalya entfernt ist. Es ist in einem sehr guten Zustand. 
Düden Wasserfälle: Dieser Wasserfall symbolisiert die natürliche Schönheit der Stadt und befindet sich etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum von Antalya. Das Wasser fällt von einer Höhe von 20 Metern runter. Die Wasserquelle ist in Kırkgöz. Der ‘Aşağı Düden‘ Wasserfall befindet sich südöstlich vom Stadtzentrum auf dem Weg zu den Lara Stränden Hier fällt das Wasser von 40 Meter hohen Klippen runter. 
Kurşunlu Wasserfall: Der Wasserfall ist über die Abzweigung auf dem 24. km der Alanya Strasse östlich des Stadtzentrums in Richtung Isparta auf dem 7. km zu erreichen. Dieses Wunder der Natur ist eines der am häufigsten besuchten Orte. Der Wasserfall ähnelt einer Szene aus einem Märchen. Es liegt in einem tiefgrünen Tal. Die Umgebung des Wasserfalls kann etwa in einer halben Stunde besichtigt werden. An manchen Stellen haben sich kleine Teiche gebildet, in denen viele Fische leben. Auch die reiche Fauna sorgt für Aufmerksamkeit. Die Düden, Kurşunlu und Manavgat Wasserfälle wurden für viele türkische Filme als Drehort genutzt. Die erwähnten Wasserfälle sind alle mit dem Bus leicht zu erreichen. 
Lara-Konyaaltı Strände: Die beiden Strände von Antalya, im Osten 10 km vom Stadtzentrum entfernt der Lara Strand und im Westen der Konyaaltı Strand sind die besten Küsten der Stadt.
Perge: Perge liegt 18 km nördlich von Antalya, nahe dem Bezirk Aksu. Es ist eine wichtige pamphylische Stadt, da sie auf der Handelsstraße Cilicia - Pisidia liegt. Die Gründungszeit entspricht der Gründung anderer Städte in Pamphylien (VII. Jahrhundert v. Chr.). Perge war eine wichtige Stadt für die Christen. Saint Paulos und Barnabas kamen nach Perge. Die reichen Leute wie Magna Plancia errichteten hier wichtige Monumente. Die ersten Ausgrabungen in Perge wurden 1946 von der Istanbul Universität eingeleitet und es wurden Überreste einer Stadt mit einem Theater, einem Stadion, einer Hauptstraße mit Säulen und einer Agora hervorgeholt.
Karain Höhle: Die Überreste der Karain Höhle, die sich 27 km nordwestlich von Antalya innerhalb der Grenze von Yağcılar befindet, gehören zum Paläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum und Bronzezeitalter. Es ist eine einmalige Sehenswürdigkeit. 
Ariassos: Die Stadt Ariassos befindet sich 1 km nach der Abzweigung auf dem 48. km auf der Antalya-Burdur Autobahn. Am Berghang gelegen ist Ariassos mit seinen Hamams und Felsengräbern sehenswert. Am Beginn des Ariassos-Tals erhebt sich das glorreichste Überbleibsel, und zwar das Eingangstor der Stadt Ariassos. Dieses Monument stammt aus der römischen Zeit und wird wegen den 3 Bögen und 3 Eingängen von den Einheimischen als “Üç Kapı” (Drei Tore) bezeichnet. Das erstaunlichste Merkmal der Stadt ist, dass das dreiviertel der Stadt aus Überresten einer Nekropolis mit prächtigen Gräbern besteht.
Lebensstil: In Antalya und der Region gibt es Erbschaften von zwei allgemeingeltenden Lebensformen. Als die Türken das erste Mal in die Stadt kamen, passten sie sich sofort an den angesiedelten Lebensstil an und gründeten Dörfer, Kleinstädte und Städte. Ein Teil der Bevölkerung jedoch führte das nomadische Leben fort, welches sie vor der Ansiedelung nach Anatolien gewohnt waren. Nach einem Lebensstil, dass halb angesiedelt genannt wird, lebten etwa 15-20, manchmal hunderte von verwandten Familien zusammen in Nomadenzelten. Sie wanderten im Sommer in die Berge und im Winter in das "Kışlak” genannte warme Tiefland. Sie züchteten Tiere wie Kamele und Schafe und verkauften oder tauschten die Produkte, die sie aus diesen Tieren gewonnen haben mit den Produkten der Einwohner aus. Sie produzierten Fleisch, Milch, Butter und webten Zelte und Teppiche mit natürlichen Farbstoffen. Auf engen Flächen wurden sogar Getreide und Gemüse angebaut. Zudem gab es große nomadische Gruppen (aşiret, oymak)die für die osmanische Arme Pferde züchteten.
Türkische Teppiche, die in den bedeutendsten Museen Europas zu sehen sind, sind Handwerkskunst dieser Menschen. Der große Teil unserer heutigen Volksmusikkultur ist ein Erbe dieser Nomaden. Die bedeutendsten Dichter der türkischen Volkspoesie und der Volksmusik wie Karacaoğlan und Dadaloğlu sind Repräsentanten dieser Kultur. Während Menschen, die seit jeher Zeit ein angesiedeltes Leben führen sich generell als „Einheimische oder Dorf Bewohner“ bezeichnen, nennen die Nomaden ihre Dörfer „Nomadendorf“. In fast allen Regionen der Türkei ist es möglich Bezeichnungen dieser Art zu hören. Auch wenn Menschen diesen Unterschied der Lebensweise, die weit zurück geht, betonen, stammen sie von den gleichen Wurzeln ab und sind Türken. Sie betrachten einander nicht als ungleich und nehmen es als ein Reichtum an. 
Heute ist die Türkei eines der Länder, die sich dem modernen leben am besten anpasst und die Technologie am besten benutzt. Heutzutage gibt es nur wenige Nomaden Gruppen, die sich die traditionellen und kulturellen Werte angeeignet haben und diese Lebensweise über tausende von Jahren weiterführen. Hierbei handelt es sich über nicht mehr als ein paar hundert Menschen. Traurigerweise, wurden von dieser Lebensweise nur die Kamele beibehalten. Falls Ihr Weg im Sommer nach Belek, Manavgat oder Alanya führen sollte, können Sie die geschmückten Kamele, die die Touristen kutschieren, sehen. Dies sind Memoiren der damaligen Zeit. Sie werden auch Nomadenzelte für in- und ausländische Touristen in Kemer und auf der Antalya-Kumluca Straße entdecken. In diesen halb Museum artigen Zelten können Sie Spezialitäten der Nomaden wie Gözleme und Ayran (Joghurtgetränk) genießen. Bei Gelegenheit zieht es heute noch die Einwohner von Antalya aufs Hochland, z.B. Gömbe, Sütleğen oder Alanya. Diese Tradition kommt von ihren Vorfahren. In einigen Bezirken wie Alanya wird Schnee, der im Winter in den Schachten des Taurus Gebirges bewahrt wurde, im August im Stadtzentrum in Form von Sorbet von Straßenhändlern verkauft. Dies ist wieder eines der alten Traditionen der Nomaden.
Lokale Gerichte: Die Viehzucht und die Produkte, die aus Getreide gewonnen werden, bestimmen die Basis der Essgewohnheiten der Nomaden.  Obwohl entlang der Küste etwas Gemüse angebaut wird, gewinnt in den inneren Regionen Weizen und getrocknetes Gemüse an Bedeutung. In den Hotels und Restaurants in Antalya findet man alle Gerichte der internationalen Küche. Jedoch sind die einzigartigen lokalen Gerichte der Region: Saç kavurma (auf Eisenplatte gebratene Lammfleischstücke), Tandır kebabı (Kebab in Tonofen), Kölle (gekochte Weizen, Bohnen und Kichererbsen), Domates Civesi (Gericht aus Tomaten), Hibeş (Vorspeise aus Sesampaste und Gewürzen) und Arapaşı (Suppe).
Wetter: In Antalya, in dem das Mediterrane Klima dominiert, ist der Winter mild und regnerisch, der Sommer heiß und trocken. 
Transport: Der Transport erfolgt durch Autobahnen, und dem Flug- und Seeverkehr. Der Flughafen Antalya ist für den internationalen Flugverkehr offen.
Quelle: Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei